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Wanderung Nr. 1:
Rundwanderung auf dem Ciampo de Crosc
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Dauer:
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1 - 1 1/2 Std. (Rundgang).
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Höhenunterschied:
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100 m; (1670 m Malga Ra Stua - 1770 m Cason dei Cazadore).
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Beste Jahrezeit:
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das ganze Jahr; im Winter Schneeschuhe verwenden.
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Von besonderem Interesse:
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Landschaft und Natur.
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Schwierigkeitsgrad:
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Die Wanderung verläuft auf alten Militärstraßen und in einigen Abschnitten über Weidegelände.
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Wie Sie den Ausgangspunkt erreichen:
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Fahren Sie auf der Staatsstraße Nr. 51 "Alemagna" bis knapp hinter den km 111, wo in einer scharfen Spitzkehre die Straße zur Almhütte "Malga Ra Stua" abzweigt; fahren Sie auf der geteerten Straße etwa 4 km weit, bis Sie zum Parkplatz vor der Alm kommen. Vom 15. Juli bis zum 15. Sept. ist diese Straße für den Verkehr gesperrt; als Alternative dazu gibt es einen Pendelbus, der zwischen dem Informationshäuschen des Parks am geradlinigen Abschnitt der Straße in Fiames und der Almhütte hin und her fährt. Die Wanderung kann direkt im Anschluß an den Rundgang Nr. 2 "Malga Ra Stua" unternommen werden, dessen Ausgangspunkt in Sant'Uberto ist.
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Auszug aus der topographischen Wanderkarte Tabacco Maßstab 1:25000:
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Wegbeschreibung
Gehen Sie auf der Hauptstraße, die zur Senes-Hütte führt, ungefähr 200 m weit, bis Sie an ein Hinweisschild zur "Cason dei Cazadore" kommen; gehen Sie rechts hinauf (Bank mit schönem Panoramablick auf die Malga Ra Stua); der Weg führt in eine kleine Senke, die parallel zur Talsohle liegt und von ihr durch eine kleine Erhebung getrennt ist; dann geht es auf fast gleichbleibender Höhe durch ein Gelände, in dem noch die Mauerreste einiger Baracken aus dem Krieg vorhanden sind, bis der Weg wieder leicht abfällt und den Bach Ru de ra Cuodes überquert.
"Cuode", so wird der Schleifstein für die Sense und andere Schneidewerkzeuge im ampezzaner Dialekt genannt. Es handelt sich dabei um eine selten anzutreffende Art Feuerstein. Im Gebiet der Ra Stua tauchen geologische Formationen auf, die aus dem Juras und der Kreidezeit stammen; sie sind in den Ostdolomiten fast einzigartig, da sie mit feuersteinartigen Schichten durchzogen sind, die optimales Material für die Herstellung der "cuodes" liefern. In der Archäologie ist das Vorhandensein dieser feuersteinartigen Schichten im allgemeinen ein sehr wichtiger Hinweis für Felduntersuchungen, eben weil sie das Rohmaterial für scharfe Werkzeuge liefern. In den an Feuerstein reichen Gebieten hatten die Jäger der Mittelsteinzeit ihre Sammelstellen; die Jäger verwendeten Feuersteinsplitter als Fleischmesser und Waffen. Das Zutagetreten des Feuersteins im Gebiet der Ra Stua und die darüber liegenden, ausgedehnten Matten von Lerosa, die an jene von Mondeval erinnern, könnten beide ein wichtiger Hinweis dafür sein, daß in der Vorgeschichte in diesem Teil der Dolomiten Menschen gelebt haben könnten.
Kurz danach stoßen Sie auf den Weg, der zum Pian de Socroda führt; gehen Sie an der Kreuzung gerade aus weiter und bleiben Sie am rechten Ufer des Bachs, der weiter unten in den Boite mündet, den Sie später bei einem Steg überqueren. Nach einem kurzen Aufstieg gelangen Sie an eine Stelle, von der aus Sie die herrliche Lichtung der Cason dei Cazadore überblicken können; von hier aus geht der Weg eben weiter; kurz danach erreichen Sie die weite, freie Ebene des Ciampo de Crosc. Biegen Sie nach links auf die Hauptstraße und nach etwa 100 m gleich wieder nach rechts ein; laufen Sie über die zwei Brücken, die über den Boite gehen; (der Boite wurde von den Einwohnern früher "Aga de Ciampo de Crosc" genannt).
Ein paar hundert Meter oberhalb der Brücken von Ciampo de Crosc, direkt am Fuße der beiden karsischen Hochebenen Foses und Rudo, befinden sich die Quellen des Boite. Da diese Hochebenen auf einer großen, waagerechten Schicht aus Kalkstein liegen, die leicht verwittert, konnte das abfließende Wasser unterirdische Kanäle graben, wobei es die ganze darunter liegende Schicht durchbohrte, um über Höhlen, Schächte und Windungen, 300 m weiter unten, am Anfang des Boitetals an zwei ganz verschiedenen Stellen wieder an die Oberfläche zu kommen.
Der geschwungene Wasserlauf durch die Ciampo de Crosc ist landschaftlich und geomorphologisch besonders interessant; wie man an den toten Ästen und dem ständig seine Richtung verändernden Wasserlauf sieht, findet hier eine Evolution statt die typisch ist für Flüsse, die sich im Flachland befinden, und dort eher an den Mündungen als an den Quellen.
Nach der zweiten Brücke biegen Sie am Fuß eines großen Felsblocks sofort nach links ein und laufen auf einem Weg weiter, der zwar nicht gekennzeichnet aber trotzdem gut zu erkennen ist; er führt durch einen ziemlich dichten Wald im Valon Scuro, eine charakteristische Senke hinter einer leichten Erhebung, die auch wieder parallel zum Haupttal verläuft. Auf diesem Abschnitt kommen Sie an Schneisen vorbei, die die Lawinen am Nordhang der Lainòres verursacht haben; der Weg geht dann allmählich in eine Militärstraße über. Folgen Sie dem Weg talwärts, wo Sie bald wieder Ra Stua sehen können; nehmen Sie nicht den linken Weg, der zur Straße führt, sondern laufen Sie weiter geradeaus, bis Sie zum Stall und der Brücke vor der Almhütte kommen.
Am Boden des Valon Scuro, das wegen des dichten Baumwuchses und der Schattigkeit so genannt wird, begegnet man besonders im Frühling oft umgestürzten Bäumen, die von Lawinen mitgerissen worden sind, die in jedem Winter von den steilen Abhängen der Lainòres oder Lavinores herunterkommen, wie der Name so schön sagt. An Nordhängen wie diesem, auf denen lange Schnee liegt, wachsen im allgemeinen Bergkiefern, zwischen denen viele Birken, Grünerlen und Vogelbeerbäume stehen; diese Laubbäume sind zwar typisch für Hochgebirgslagen, aber nicht sehr verbreitet.
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