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Wanderung Nr. 2:
Rundwanderung zur Almhütte "Malga Ra Stua"
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Dauer:
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3 - 3 1/2 Std. (Rundgang).
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Höhenunterschied:
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300 m; (1420 m Tornichè - 1720 m Spònes dei Ciadìs).
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Beste Jahrezeit:
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das ganze Jahr, außer bei viel Schnee; im Winter Schneeschuhe verwenden.
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Von besonderem Interesse:
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Landschaft, Anthropologie, Geomorphologie und Vegetation.
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Schwierigkeitsgrad:
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Auf dem Wanderweg gibt es keine schwierigen Stellen. Wenn die Zufahrtsstraße zur Almhütte "Malga ra Stua" für den Verkehr gesperrt ist, können Sie von der Almhütte aus gut auf beiden Seiten talwärts wandern.
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Wie Sie den Ausgangspunkt erreichen:
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Fahren Sie auf der Staatsstraße Nr. 51 "Alemagna" bis knapp hinter den km 111, wo in einer scharfen Spitzkehre die Straße zur Almhütte "Malga Ra Stua" abzweigt; gleich dahinter befindet sich ein Parkplatz.
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Auszug aus der topographischen Wanderkarte Tabacco Maßstab 1:25000:
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Wegbeschreibung
Vom Parkplatz in Sant'Uberto aus, der sich bei der Spitzkehre befindet, in der links die Zufahrtsstraße zur Alm "Malga Ra Stua" abgeht, wandern Sie bergaufwärts; halten Sie sich gleich wieder links und biegen Sie in den Fußweg ein, der leicht ansteigend durch einen Mischwald mit Tannen und Buchen führt und ein Stück an einem alten Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg entlanggeht. Nach ein paar Spitzkehren erreichen Sie die Höhe der Teerstraße, die Sie rechts liegen lassen und auf einem gut erhaltenen Abschnitt der alten Zufahrtsstraße zur Alm weiterwandern, bis Sie in der Nähe des "Crosc de Son Pouses" an eine Stelle gelangen, von der aus Sie eine herrliche Sicht über das Boitetal und in die Senke des Pian de Loa haben.
Im Ersten Weltkrieg war das ganze Gebiet um Son Pouses mit seinen Stellungen Schauplatz heftiger Kämpfe, da es von strategischer Bedeutung für die österreichische Front war, weil man von hier aus direkt in die Talebene von Cortina zielen konnte. Es sind noch die Reste der alten Straßen, Wege, Schützengräben und Tunnels von damals vorhanden, die heute bei den Parkbesuchern Interesse finden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten diese Konstruktionen jedoch das seit Jahrhunderten gleichgebliebene Landschaftsbild einschneidend verändert und heute noch, nach über 80 Jahren, sind die Gebiete in den Höhenlagen der ampezzaner Dolomiten davon gezeichnet.
Kurz danach stoßen Sie auf die Kreuzung, an der die Rundwanderung beginnt; hier biegen Sie nach rechts ein und wandern auf einem gut erhaltenen, aus dem Krieg stammenden, kurvigen Weg bergaufwärts, der zum westlichen Abhang des Son Pouses führt. Nachdem Sie den anstrengendsten Abschnitt der Rundwanderung hinter sich gebracht haben, geht der Weg links über ein kürzlich entstandenes Geröllfeld und dann an einer sehr schönen Quelle vorbei, die direkt in einer rötlichen Felswand entspringt. Wandern Sie auf dem leicht ansteigenden Weg nach Norden weiter; sie kommen an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem aus Sie einen schönen Blick in das Antruilestal auf der anderen Seite des Boite haben.
Die Lichtungen des Pian de Loa und Antruiles werden heute noch zu bestimmten Jahreszeiten für kurze Perioden zum Weiden benutzt. Im Juni, wenn das Gras in den mittleren Lagen schon hoch steht und in den hohen Lagen noch Schneeschmelze ist, bleiben die Herden in der Zwischenzeit hier, wo das Gras schon grün ist und werden dann, wenn die Blütezeit fortschreitet, nach und nach zu den höher gelegenen Weideplätzen getrieben. Pian de Loa ist die erste Etappe beim Auftrieb der Kuhherden, die gegen Ende Juni auf die Weiden der Ra Stua weitergetrieben werden; Antruiles ist die erste Etappe beim Auftrieb der Schafherden, die dann Anfang Juli bis zu den weitläufigen Hochgebirgsmatten von Foses weiterwandern. Falls es zu verfrühten Schneefällen im September kommt, werden die Herden wieder zu den gleichen, niedriger gelegenen Weiden getrieben, wo sie einige Wochen bleiben, bevor sie ganz abgetrieben werden und zum Überwintern in die Ställe der verschiedenen Besitzer kommen.
Beim Überqueren der Westhänge der Croda de r'Ancona kommt es nicht selten vor, daß man demjenigen Tier begegnet, das für die ampezzaner Dolomiten auch wegen seiner Bevölkerungsdichte am charakteristischsten ist: die Gemse. Die aus Weibchen, Jungtieren und Neugeborenen zusammengesetzten Herden können meistens auf Geröllfeldern und offenen Geländen gesichtet werden, während die Böcke Einzelgänger sind und öfter an bewachsenen Abhängen oder in abgelegeneren Gebieten anzutreffen sind
Der Weg geht nun wieder in eine Straße über (im Ersten Weltkrig gebaut für den Zugang von Norden nach Son Pouses) und führt quer zum steilen Westhang der Ciadis de r'Ancona weiter; dieses Gelände ist im Plan des Parks als Naturgebiet verzeichnet. Wenn Sie talwärts schauen, können Sie zwischen den Bäumen die Brücke über den Ru de ra Lainòres sehen, über die Sie beim Rückweg kommen werden. Weiter oben erblicken Sie den Wasserfall, den der von der Lichtung Ra Stua herabfließende Boite bildet; sie erreichen den Wasserfall über einen Steg über den Ru de ra Cioures, der rechts von der Alpe di Lerosa über mehrere, kleine Felsübersprünge von den großen Felsplatten herunter bis zum Boite fließt.
Der Name "Stua" bedeutet "Stauen eines Wasserlaufs", was davon zeugt, daß hier einmal ein Staudamm gewesen sein muß, der vermutlich eine Steinsägemühle angetrieben hat; das Zutagetreten des sogenannten "Rosso Ammonitico", eines rötlichen, Ammonitfossilien enthaltenden Steins, ist im ampezzaner Tal mit wenigen Ausnahmen nur hier festzustellen; und wenn es wahr ist, daß die Stufen der alten, 1354 erbauten Pfarrkirche zur Hl. Katharina, die beim Ausgraben der Fundamente des Hotels zur Post gefunden wurden, aus diesem seltenen Stein hergestellt sind, kann man annehmen, daß der Steinbruch und das Sägewerk in Ra Stua schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts bestanden haben.
Um zum Parkplatz in SantUberto zurückzukehren, überqueren Sie die Teerstraße und wandern wieder talwärts, nachdem Sie die Brücke über den Boite überquert haben, die über einem schönen Wasserfall gebaut ist ("Souto de Ra Stua"). Der Weg führt durch einen herrlichen Fichtenwald ("Boscato), der aus hunderjährigen Bäumen mit einheitlich hohen Kronen besteht und zu einem Naturschutzgebiet erklärt worden ist; nach einigen Kurven kommen Sie zu einer kürzlich erst wieder aufgebauten Brücke über den Ru de ra Lainòres.
Dann wandern Sie weiter talwärts und überqueren den Boite zum dritten Mal. Ohne zu sehr an Höhe zu gewinnen, wandern Sie rechts auf dem leicht abfallenden Holztransportweg weiter, der bald auf die Straße nach Antruiles stößt; laufen Sie die Straße ein Stück aufwärts bis zum "Sas Scendù" (ein in zwei Stücke auseinandergebrochener Stein) und gehen dann auf dem Weg, der unterhalb der Teerstraße parallel zu ihr verläuft, bis zur Kreuzung der Crosc de Son Pouses, wo die Rundwanderung wieder endet. Sie laufen jetzt die gleiche Strecke zurück, die Sie auf dem Hinweg genommen haben; über die alte Straße und den Schützengraben erreichen Sie schnell den Parkplatz in Sant'Uberto.
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