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Wanderung Nr. 3:
Felsen von Podestagno - Schlucht des Rio Felizon
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Dauer:
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1 1/2 - 2 Std. (Rundgang).
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Höhenunterschied:
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200 m; (1315 m Brücke von Felizon - 1515 m Burg von Podestagno).
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Beste Jahrezeit:
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das ganze Jahr; im Winter Schneeschuhe verwenden.
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Von besonderem Interesse:
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Geschichte und Landschaft.
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Schwierigkeitsgrad:
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Die Wanderung geht über alte Straßen; die wenigen gefährlichen Stellen sind gut gesichert.
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Wie Sie den Ausgangspunkt erreichen:
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Fahren Sie auf der Staatsstraße Nr. 51 "Alemagna" in Richtung Norden bis zum km 109 und biegen Sie links in eine kleine Teerstraße ein, die nach 1 km an der Brücke Ponte Felizon und damit am Haupteingang des Parks anlangt. Oder Sie fahren bis zum km 110 und beginnen die Wanderung direkt von der Staatsstraße aus.
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Auszug aus der topographischen Wanderkarte Tabacco Maßstab 1:25000:
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Wegbeschreibung
Vom Parkplatz unterhalb der Brücke Ponte Felizon gehen Sie direkt oberhalb am Besucherhäuschen des Parks vorbei bis zur Staatsstraße hinauf; überqueren Sie die Straße und nehmen Sie die alte, teils in den Fels gehauene Straße rechts, über die früher die Prozessionen von Cortina zur Kirche in Ospitale zogen. Der Weg führt über einen Holzsteg, von dem aus Sie einen eindrucksvollen Blick auf den Rio Felizon tief unten in der Schlucht werfen können; bald danach kommen Sie an eine Abzweigung, an der Sie sich links halten; der Weg führt Sie nun zur Schlucht des Felizon, wo vor kurzem an der engsten Stelle wieder eine kühne Brücke errichtet worden ist; hier überqueren Sie die Schlucht.
Ein für viele Täler im Park typisches Merkmal, sind die tiefen Schluchten, die sich die Wildbäche bei den Einmündungen gegraben haben; dieses Phänomen hängt an erster Stelle von der felsigen Beschaffenheit der Landschaft ab und im Fall des Felizon, von dem riesigen Steinbrocken aus Hauptdolomit, dem Felsen von Podestagno; dieser hatte sich von einem nahen Berg gelöst und ist genau am Ausgang des Felizontals im Boitetal liegengeblieben, woraufhin sich die beiden Flüsse an dieser Stelle ein neues Flußbett graben mußten.
Nach der Brücke wandern Sie auf der leicht ansteigenden, kurvigen Straße weiter, die sich durch einen jungen Wald zieht, der erst nach den totalen Verwüstungen der Landschaft im Ersten Weltkrieg neu gewachsen ist; Sie kommen zu einer wunderschönen, "Pra de Castel" genannten Lichtung mit einer Wiese, die alle Jahre gemäht wird und früher innerhalb der Mauern der Burg von Podestagno gelegen war. Gehen Sie seitlich am höher gelegenen Rand der Lichtung weiter und wandern Sie dann links den Felsen von Podestagno hoch bis zur Burg; erklimmen Sie dann ganz oben noch die Ruinen der Burgmauern.
Die an einer der unwegsamsten Stellen der Straße gelegenen Burg diente zur Überwachung der Verbindung zwischen dem Boitetal und dem Pustertal. Man nimmt an, daß die Burg etwa um 1100 als Bollwerk zum Schutz der Grenze zwischen Tirol und Venetien gebaut worden ist, als das Gebiet im Mittelalter zum Patriarchat von Aquileia gehörte.
Von hier aus haben Sie eine herrliche Aussicht nach Nordosten in das Felizontal und auf den Boite bis hin zur Talebene von Cortina. Wenn Sie rundum blicken, wird Ihnen die strategische Lage der Burg bewußt, da der Durchgangsverkehr gezwungen war, am Fuß des Felsens vorbeizuziehen.
Diese wichtige Verbindungsstraße (die schon damals strada di Alemagna hieß) stammt aus der Zeit des spätrömischen Reiches und ist mindestens seit 1190, der Zeit des 3. Kreuzzuges, schriftlich belegt.
Nicht weit davon, in Richtung Norden, ist 1226 neben einer Herberge, die damals dort stand und in der die Wanderer auf ihrem Weg vom Ampezzaner Tal nach Tirol Aufnahme fanden, die Kirche von Ospitale errichtet worden.
Nehmen Sie rechts den Weg, der parallel zu dem Weg läuft, den Sie heraufgewandert sind; kurz danach stoßen Sie auf den Wanderweg Nr. 201, in den Sie einbiegen und der auf der ehemaligen Kaiserstraße "Imperial-Regia" verläuft; nach einem in den Fels gehauenen Abschnitt kommen Sie an eine freie Stelle auf halber Höhe, bei der Sie unter dem stark hervorspringenden Felsen laufen und von wo aus Sie das weite Boitetal wieder vor sich liegen sehen.
Auf der Kaiserstraße, die hier bergab geht, fuhren von 1300 bis 1780 die Fuhrwerke, danach benutzten sie die neue Straße, die da verlief, wo heute die Spitzkehre mit der Abzweigung zur Ra Stua ist. Die eigentliche Straße "Alemagna", auf der heute die Staatsstraße Nr. 51 verläuft, wurde unter Franz I. von Österreich in den Jahren von 1820 bis 1832 gebaut.
Über mehrere Kurven geht es zur Staatsstraße hinunter; überqueren Sie die Straße und gehen Sie auf der rechten Seite bis zum Ende der Schlucht des Rio Felizon weiter, von dort erreichen Sie wieder den Ausgangspunkt bei dem Besucherhäuschen des Parks.
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